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Die Jahreszeiten von Joseph Haydn

Die Jahreszeiten - Oratorium von Joseph Haydn (1732 - 1809)

Sopran: Camille Butcher
Tenor: Frieder Lang
Bassbariton: Martin Achrainer

Singkreis Egg
Orchester Ars Classica

Leitung: Ernst Buscagne

Konzert am 12. November 2011 um 19h30 in der Reformierten Kirche Zürich-Oberstrass
Konzert am 13. November 2011 um 17h15 in der Reformierten Kirche Egg

Inhaltsverzeichnis dieser Seite

  1. Details zum Projekt
  2. Mitwirkende
  3. Texte
    1. Frühling
    2. Sommer
    3. Herbst
    4. Winter
  4. Programmheft

Details zum Projekt

Der Singkreis Egg auf dem Weg der ständigen Weiterentwicklung

In der langjährigen Geschichte des Singkreis Egg, wurden viele oratorische Werke aufgeführt. Darunter finden sich Werke die für gewisse Epochen typisch, repräsentativ oder beim Publikum sehr beliebt sind, zum Beispiel die Requiems von Mozart und Brahms. Auch weniger Bekanntes wurde in der Programmgestaltung der Vergangenheit berücksichtigt.  Nur selten aber stand ein Werk wie „Die Jahreszeiten“ auf dem Programm. Sowohl der Umfang des Werkes als auch die Tatsache, dass das Werk etwas im Schatten von Haydns beliebten Oratorium „Die Schöpfung“ steht, dürfte hier eine Rolle gespielt haben.

Der Singkreis Egg jedoch, befindet sich auf dem Weg der ständigen Weiterentwicklung - nicht nur in der „Grösse“ der Werke, sondern vor allem im Stilistischen und Musikalischen. „Die Jahreszeiten“ wird immer häufiger für die kompositorische Meisterleistung Haydns geschätzt und obwohl das Werk inhaltlich keinem typischen Oratorium entspricht (man denke an die gängige Themen aus dem Christentum oder aus der Mythologie) und auch nicht den aufklärerischen Geist der Epoche besonders unterstreicht, erfreut sich das Werk einer grossen Beliebtheit beim interessierten Publikum. Es sind eben doch lauter Kleinode aneinander gereiht! Gerade für den Chor birgt dieses Werk besonders schöne Momente des intimen, gemeinsamen Musizierens und gleichwohl grösste Herausforderungen der stimmtechnischen Leistung und des chorischen Singens.

Mit dem Orchester Ars Classica hat der Singkreis Egg bereits im November 2010 das Programm: „MHH: Mozart - Haydn -Hummel“ aufgeführt. Dieses Programm wurde bewusst als Vorbereitung für „Die Jahreszeiten“ mit Werken der Klassik gestaltet. Somit können sich Chorsänger und Chorleiter auf ein eingespieltes Team freuen, das sich bereits aus früheren Erfolgen kennt und nun an einer Feinabstimmung weiterarbeiten kann.

Auf dem Weg der Weiterentwicklung liegt im nächsten Jahr das Oratorium „Elias“. Für dieses Projekt hat der Singkreis Egg sich bereits einen prominenten Partner gesichert. Der schmaz - Schwuler Männerchor Zürich wird dieses Projekt in Zusammenarbeit mit dem Singkreis Egg realisieren. Damit ist eine künstlerische Arbeit auf höchstem Niveau gesichert. Wiederum wird das Orchester Ars Classica begleiten und wir können uns schon jetzt auf ein weiteres musikalisches Ereignis freuen.

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Mitwirkende

Solisten

Camille Butcher, Sopran
Frieder Lang, Tenor
Martin Achrainer, Bassbariton

Chor

Singkreis Egg

Orchester

Orchester Ars Classica

Leitung

Ernst Buscagne

Texte

Frühling

NR. 1 - EINLEITUNG: LARGO - VIVACE
Die Einleitung stellt den Übergang vom Winter zum Frühling dar.

REZITATIV

SIMON
Seht, wie der strenge Winter flieht!
Zum fernen Pole zieht er hin.
Ihm folgt auf seinen Ruf
Der wilden Stürme brausend Heer
Mit grässlichem Geheul.

LUKAS
Seht, wie vom schroffen Fels der Schnee
In trüben Strömen sich ergiesst!

HANNE
Seht, wie vom Süden her,
Durch laue Winde sanft gelockt,
Der Frühlingsbote streicht!

NR. 2 - CHOR

LANDVOLK
Komm, holder Lenz,
Des Himmels Gabe, komm!
Aus ihrem Todesschlaf
Erwecke die Natur!

MäDCHEN UND WEIBER
Er nahet sich, der holde Lenz;
Schon fühlen wir den linden Hauch,
Bald lebet alles wieder auf.

MäNNER
Frohlocket ja nicht allzufrüh!
Oft schleicht, in Nebel eingehüllt,
Der Winter wohl zurück und streut
Auf Blüt' und Keim sein starres Gift.

ALLE
Komm, holder Lenz,
Des Himmels Gabe komm!
Auf unsere Fluren senke dich,
Komm, holder Lenz, o komm!
Und weile länger nicht!

NR. 3 - REZITATIV

SIMON
Vom Widder strahlet jetzt
Die helle Sonn' auf uns herab.
Nun weichen Frost und Dampf,
Und schweben laue Dünst' umher.
Der Erde Busen ist gelöst;
Erheitert ist die Luft.

NR. 4 - ARIE

SIMON
Schon eilet froh der Ackersmann
Zur Arbeit auf das Feld;
In langen Furchen schreitet er
Dem Pfluge flötend nach.
In abgemessnem Gange dann
Wirft er den Samen aus;
Den birgt der Acker treu
Und reift ihn bald
Zur goldnen Frucht.

NR. 5 - Rezitativ

LUKAS
Der Landmann hat sein Werk vollbracht
Und weder Müh' noch Fleiss gespart.
Den Lohn erwartet er
Aus Händen der Natur
Und fleht darum den Himmel an.

Nr. 6 - Terzett und Chor

LUKA5 UND CHOR
Sei nun gnädig, milder Himmel!
Öffne dich und träufe Segen
Über unser Land herab!

LUKAS
Lass deinen Tau die Erde wässern!

SIMON
Lass Regenguss die Furchen tränken!

HANNE
Lass deine Lüfte wehen sanft,
Lass deine Sonne scheinen hell!

ALLE DREI
Uns spriesset Überfluss alsdann,
Und deiner Güte Dank und Ruhm.

CHOR
Sei nun gnädig, milder Himmel!
Öffne dich und träufe Segen
Über unser Land herab!

MäNNER
Lass deinen Tau usw.

WEIBER
Lass deine Lüfte usw.

ALLE
Uns spriesset Überfluss alsdann,
Und deiner Güte Dank und Ruhm.

Nr. 7 - Rezitativ

HANNE
Erhört ist unser Flehn;
Der laue West erwärmt und füllt
Die Luft mit feuchten Dünsten an.
Sie häufen sich nun fallen sie
Und giessen in der Erde Schoss
Den Schmuck und Reichtum der Natur.

Nr. 8 - Freudenlied
Mit abwechselndem Chor der Jugend

HANNE
Oh, wie lieblich
Ist der Anblick
Der Gefilde jetzt!
Kommt, ihr Mädchen,
Lasst uns wallen
Auf der bunten Flur!

LUKAS
Oh, wie lieblich
Ist der Anblick
Der Gefilde jetzt!
Kommt, ihr Bursche,
Lasst uns wallen
Zu dem grünen Hain!

BEIDE
Oh, wie lieblich
Ist der Anblick
Der Gefilde jetzt!

HANNE
Kommt, ihr Mädchen!

LUKAS
Kommt, ihr Bursche!

BEIDE
Lasst uns wallen
Auf der bunten Flur!
Oh, wie lieblich
Ist der Anblick
Der Gefilde jetzt!

HANNE
Seht die Lilie, seht die Rose,
Seht die Blumen all!

LUKAS
Seht die Auen, seht die Wiesen,
Seht die Felder all!

CHOR (MäDCHEN UND BURSCHE )
Oh, wie lieblich
Ist der Anblick
Der Gefilde jetzt!

MäDCHEN
Lasst uns wallen
Auf der bunten Flur!

BURSCHE
Lasst uns wallen
Zu dem grünen Hain!

CHOR (ALLE)
Oh, wie lieblich
Ist der Anblick
Der Gefilde jetzt!

HANNE
Seht die Erde,
Seht die Wasser,
Seht die helle Luft!

LUKAS
Alles lebet,
Alles schwebet,
Alles reget sich.

HANNE
Seht die Lämmer,
Wie sie springen.

LUKAS
Seht die Fische,
Welch Gewimmel!

HANNE
Seht die Bienen,
Wie sie schwärmen.

LUKAS
Seht die Vögel,
Welch Geflatter!

CHOR (ALLE)
Alles lebet,
Alles schwebet,
Alles reget sich.

MäDCHEN
Welche Freude,
Welche Wonne
Schwellet unser Herz!

BURSCHE
Süsse Triebe,
Sanfte Reize
Heben unsre Brust.

SIMON
Was ihr fühlet,
Was euch reizet
Ist des Schöpfers Hauch.

CHOR (MäDCHEN UND BURSCHE)
Lasst uns ehren,
Lasst uns loben,
Lasst uns preisen ihn!

MäNNER
Lasst erschallen,
Ihm zu danken,
Eure Stimmen hoch!

CHOR (ALLE)
Es erschallen,
Ihm zu danken,
Unsre Stimmen hoch!

Nr. 9 - Chor mit Soli

CHOR (ALLE)
Ewiger, mächtiger, gütiger Gott!

HANNE, LUKAS
Von deinem Segensmahle

SIMON
Hast du gelabet uns.

MäNNER
Mächtiger Gott!

HANNE, LUKAS
Vom Strome deiner Freuden

SIMON
Hast du getränket uns.
Gütiger Gott!

CHOR (ALLE)
Ewiger, mächtiger, gütiger Gott!

SIMON
Ewiger!

LUKAS
Mächtiger!

HANNE
Gütiger Gott!

CHOR (ALLE)
Ehre, Lob und Preis sei dir,
Ewiger, gütiger, mächtiger Gott!

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Sommer

Nr. 10 - Einleitung: Der Sommer

Adagio
Die Einleitung stellt die Morgendämmerung vor.

Rezitativ

LUKAS
In grauem Schleier rückt heran
Das sanfte Morgenlicht,
Mit lahmen Schritten weicht vor ihm
Die träge Nacht zurück.
Zu düstren Höhlen flieht
Der Leichenvögel blinde Schar;
Ihr dumpfer Klageton
Beklemmt das bange Herz nicht mehr.

SIMON
Des Tages Herold meldet sich;
Mit scharfem Laute rufet er
Zu neuer Tätigkeit
Den ausgeruhten Landmann auf.

Nr. 11 a - Arie

SIMON
Der muntre Hirt versammelt nun
Die frohen Herden um sich her;
Zur fetten Weid' auf grünen Höh'n
Treibet er sie langsam fort.
Nach Osten blickend steht er dann
Auf seinem Stabe hingelehnt,
Zu sehn den ersten Sonnenstrahl,
Welchem er entgegenharrt.

Nr. 11 b - Rezitativ

HANNE
Die Morgenröte bricht hervor;
Wie Rauch verflieget das leichte Gewölk;
Der Himmel pranget im hellen Azur,
Der Berge Gipfel in feurigem Gold.

Nr. 12 - Terzett und Chor

HANNE, LUKAS
Sie steigt herauf, die Sonne, sie steigt.

SIMON
Sie naht, sie kommt.
Sie strahlt, sie scheint.

CHOR
Sie scheint in herrlicher Pracht
In flammender Majestät.
Heil, o Sonne, Heil!
Des Lichts und Lebens Quelle, Heil!
O du, des Weltalls Seel' und Aug',
Der Gottheit schönstes Bild,
Dich grüssen dankbar wir!

HANNE, LUKAS
Wer spricht sie aus, die Freuden alle,

SIMON
Die deine Huld in uns erweckt?
Wer zählet sie, die Segen alle,
Die deine Mild' auf uns ergiesst?

CHOR
Die Freuden, o wer spricht sie aus?
Die Segen, o wer zählet sie?
Wer spricht sic aus? Wer zählet sie? Wer?

HANNE
Dir danken wir, was uns ergötzt.

LUKAS
Dir danken wir, was uns belebt.

SIMON
Dir danken wir, was uns erhält.

ALLE DREI
Dem Schöpfer aber danken wir,
Was deine Kraft vermag.

CHOR MIT SOLI
Heil, o Sonne, Heil!
Des Lichts und Lebens Quelle, Heil!
Dir jauchzen alle Stimmen,
Dir jauchzet die Natur.

Nr. 13 - Rezitativ

SIMON
Nun regt und bewegt sich alles umher;
Ein buntes Gewühl bedecket die Flur.
Dem braunen Schnitter neiget sich
Der Saaten wallende Flut,
Die Sense blitzt - da sinkt das Korn;
Doch steht es bald und aufgehäuft
In festen Garben wieder da.

Nr. 14 - Rezitativ

LUKAS
Die Mittagssonne brennet jetzt
In voller Glut und giesst
Durch die entwölkte Luft
Ihr mächtiges Feuer in Strömen hinab.
Ob den gesengten Flächen schwebt
Im niedern Qualm ein blendend Meer
Von Licht und Widerschein.

Nr. 15 - Kavatine

LUKAS
Dem Druck erlieget die Natur.
Welke Blumen,
Dürre Wiesen,
Trock'ne Quellen:
Alles zeigt der Hitze Wut,
Und kraftlos schmachten Mensch und Tier
Am Boden hingestreckt.

Nr. 16 - Rezitativ

HANNE
Willkommen jetzt, o dunkler Hain,
Wo der bejahrten Eiche Dach
Den kühlenden Schirm gewährt,
Und wo der schlanken Espe Laub
Mit leisem Gelispel rauscht!
Am weichen Moose rieselt da
In heller Flut der Bach,
Und fröhlich summend irrt und wirrt
Die bunte Sonnenbrut;
Der Kräuter reinen Balsamduft
Verbreitet Zephyrs Hauch,
Und aus dem nahen Busche tönt
Des jungen Schäfers Rohr.

Nr. 17 - Arie

HANNE
Welche Labung für die Sinne!
Welch' Erholung für das Herz!
Jeden Aderzweig durchströmet
Und in jeder Nerve hebt
Erquickendes Gefühl.
Die Seele wachet auf
Zum reizenden Genuss,
Und neue Kraft erhebt
Durch milden Drang die Brust.

Nr. 18 - Rezitativ

SIMON
O seht! Es steiget in der schwülen Luft
Am hohen Saume des Gebirgs
Von Dampf und Dunst ein fahler Nebel auf.
Empor gedrängt, dehnt er sich aus
Und hüllet bald den Himmelsraum
In schwarzes Dunkel ein.

LUKAS
Hört, wie vom Tal ein dumpf Gebrüll
Den wilden Sturm verkünd't!
Seht, wie von Unheil schwer
Die finst're Wolke langsam zieht
Und drohend auf die Eb'ne sinkt!

HANNE
In banger Ahnung stockt
Das Leben der Natur.
Kein Tier, kein Blatt beweget sich,
Und Todesstille herrscht umher!

Nr. 19 - Chor

CHOR
Ach, das Ungewitter naht!
Hilf uns, Himmel!
O, wie der Donner rollt!
O, wie die Winde toben!
Wo flieh'n wir hin?
Flammende Blitze durchwühlen die Luft;
Von zackigen Keilen berstet die Wolke,
Und Güsse stürzen herab.
Wo ist Rettung?
Wütend rast der Sturm;
Der weite Himmel entbrennt.
Weh' uns Armen!
Schmetternd krachen,
Schlag auf Schlag,
Die schweren Donner fürchterlich.
Weh' uns, weh' uns!
Erschüttert wankt die Erde
Bis in des Meeres Grund.

Nr. 20 - Terzett und Chor

LUKAS
Die düstren Wolken trennen sich,
Gestillet ist der Stürme Wut.

HANNE
Vor ihrem Untergange
Blickt noch die Sonn' empor,
Und von dem letzten Strahle glänzt
Mit Perlenschmuck geziert die Flur.

SIMON
Zum langgewohnten Stalle kehrt,
Gesättigt und erfrischt,
Das fette Rind zurück.

LUKAS
Dem Gatten ruft die Wachtel schon.

HANNE
Im Grase zirpt die Grille froh,

SIMON
Und aus dem Sumpfe quakt der Frosch.

ALLE DREI
Die Abendglocke tönt;
Von oben winkt der helle Stern
Und ladet uns zur sanften Ruh.

MäNNER
Mädchen, Bursche, Weiber, kommt,
Unser wartet süsser Schlaf,
Wie reines Herz, gesunder Leib
Und Tages Arbeit ihn gewährt.
Mädchen, Bursche, Weiber, kommt!

MäDCHEN
Wir gehen, wir folgen euch.

CHOR: ALLE
Die Abendglocke hat getönt;
Von oben winkt der helle Stern
Und ladet uns zur sanften Ruh.

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Herbst

Nr. 21 - Einleitung: Der Herbst

Allegretto
Der Einleitung Gegenstand
ist des Landmanns freudiges Gefühl über die reiche Ernte.

Rezitativ

HANNE
Was durch seine Blüte
Der Lenz zuerst versprach,
Was durch seine Wärme
Der Sommer reifen hiess,
Zeigt der Herbst in Fülle
Dem frohen Landmann jetzt.

Nr. 22 - Rezitativ

LUKAS
Den reichen Vorrat führt er nun
Auf hochbeladnen Wagen ein.
Kaum fasst der weiten Scheune Raum,
Was ihm sein Feld hervorgebracht.

SIMON
Sein heitres Auge blickt umher,
Es misst den aufgetürmten Segen ab,
Und Freude strömt in seine Brust.

Nr. 23 - Terzett und Chor

SIMON
So lohnet die Natur den Fleiss,
Ihn ruft, ihn lacht sie an;
Ihn muntert sie durch Hoffnung auf,
Ihm steht sie willig bei;
Ihm wirket sie mit voller Kraft.

HANNE, LUKAS
Von dir, o Fleiss, kommt alles Heil.
Die Hütte, die uns schirmt,
Die Wolle, die uns deckt,
Die Speise, die uns nährt,
Ist deine Gab', ist dein Geschenk.

HANNE, LUKAS
O Fleiss, o edler Fleiss!

SIMON
Von dir kommt alles Heil.

HANNE
Du flössest Tugend ein,
Und rohe Sitten milderst du.

LUKAS
Du wehrest Laster ab
Und reinigest der Menschen Herz.

SIMON
Du stärkest Mut und Sinn
Zum Guten und zu jeder Pflicht.

ALLE DREI UND CHOR
O Fleiss, o edler Fleiss!
Von dir kommt alles Heil.
Die Hütte, die uns schirmt,
Die Wolle, die uns deckt,
Die Speise, die uns nährt,
Ist deine Gab', ist dein Geschenk.

Nr. 24 - Rezitativ

HANNE
Seht, wie zum Haselbusche dort
Die rasche Jugend eilt!
An jedem Aste schwinget sieh
Der Kleinen lose Schar,
Und der bewegten Staud' entstürzt
Gleich Hagelschau'r die lockre Frucht.

SIMON
Hier klimmt der junge Bau'r
Den hohen Stamm entlang
Die Leiter flink hinauf.
Vom Wipfel, der ihn deckt,
Sieht er sein Liebchen nah'n,
Und ihrem Tritt entgegen
Fliegt dann in trautem Scherze
Die runde Nuss herab.

LUKAS
Im Garten stehn um jeden Baum
Die Mädchen gross und klein,
Dem Obste, das sie klauben,
An frischer Farbe gleich.

Nr. 25 - Duett

LUKAS
Ihr Schönen aus der Stadt, kommt her!
Blickt an die Tochter der Natur,
Die weder Putz noch Schminke ziert!
Da seht mein Hannchen, seht!
Ihr blüht Gesundheit auf den Wangen,
Im Auge lacht Zufriedenheit,
Und aus dem Munde spricht das Herz,
Wenn sie mir Liebe schwört.

HANNE
Ihr Herrchen süss und fein, bleibt weg!
Hier schwinden eure Künste ganz,
Und glatte Worte wirken nicht;
Man gibt euch kein Gehör.
Nicht Gold, nicht Pracht kann uns verblenden.
Ein redlich Herz ist, was uns rührt,
Und meine Wünsche sind erfüllt,
Wenn treu mir Lukas ist.

LUKAS
Blätter fallen ab,
Früchte welken hin,
Tag' und Jahr' vergehn,
Nur meine Liebe nicht.

HANNE
Schöner grünt das Blatt,
Süsser schmeckt die Frucht,
Heller glänzt der Tag,
Wenn deine Liebe spricht.

BEIDE
Welch ein Glück ist treue Liebe!
Unsre Herzen sind vereinet,
Trennen kann sie Tod allein.

LUKAS
Liebstes Hannchen!

HANNE
Bester Lukas!

BEIDE
Lieben und geliebet werden
Ist der Freuden höchster Gipfel,
Ist des Lebens Wonn' und Glück.

Nr. 26 - Rezitativ

SIMON
Nun zeiget das entblösste Feld
Der ungebet'nen Gäste Zahl,
Die an den Halmen Nahrung fand,
Und irrend jetzt sie weiter sucht.
Des kleinen Raubes klaget nicht
Der Landmann, der ihn kaum bemerkt;
Dem Übermasse wünscht er doch
Nicht ausgestellt zu sein.
Was ihn dagegen sichern mag,
Sieht er als Wohltat an,
Und willig frönt er dann zur Jagd,
Die seinen guten Herrn ergötzt.

Nr. 27 - Arie

SIMON
Seht auf die breiten Wiesen hin!
Seht, wie der Hund im Grase streift!
Am Boden suchet er die Spur
Und geht ihr unablässig nach.

Jetzt aber reisst Begierd' ihn fort;
Er horcht auf Ruf und Stimme nicht mehr;
Er eilet zu haschen - da stockt sein Lauf,
Nun steht er unbewegt wie Stein.

Dem nahen Feinde zu entgehn,
Erhebt der scheue Vogel sich;
Doch rettet ihn nicht schneller Flug.
Es blitzt, es knallt, ihn erreichet das Blei
Und wirft ihn tot aus der Luft herab.

Nr. 28 - Rezitativ

LUKAS
Hier treibt ein dichter Kreis
Die Hasen aus dem Lager auf.
Von allen Seiten hingedrängt
Hilft ihnen keine Flucht.
Schon fallen sie und liegen bald
In Reihen freudig hingezählt.

Nr. 29 - Chor der Landleute und Jäger

MäNNER
Hört das laute Getön,
Das dort im Walde klinget!

WEIBER
Welch ein lautes Getön
Durchklingt den ganzen Wald!

ALLE
Es ist der gellende Hörner Schall,
Der gierigen Hunde Gebelle.

MäNNER
Schon flieht der aufgesprengte Hirsch,
Ihm rennen die Doggen und Reiter nach.

ALLE
Er flieht, er flieht. O wie er sich streckt!
Ihm rennen die Doggen und Reiter nach.
O wie er springt! O wie er sich streckt!
Da bricht er aus den Gesträuchen hervor
Und läuft über Feld in das Dickicht hinein.

MäNNER
Jetzt hat er die Hunde getäuscht;
Zerstreuet schwärmen sie umher.

ALLE
Die Hunde sind zerstreut,
Sie schwärmen hin und her.

JäGER
Tajo! Tajo! Tajo!

MäNNER
Der Jäger Ruf, der Hörner Klang
Versammelt auf's neue sie.

JäGER
Ho! Ho! Tajo! Tajo!

MäNNER UND WEIBER
Mit doppeltem Eifer stürzet nun
Der Haufe vereint auf die Fährte los.

.JäGER
Tajo! Tajo! Tajo!

WEIBER
Von seinen Feinden eingeholt,
An Mut und Kräften ganz erschöpft,
Erlieget nun das schnelle Tier.

MäNNER
Sein nahes Ende kündigt an
Des tönenden Erzes Jubellied,
Der freudigen Jäger Siegeslaut.

JäGER
Halali, Halali, Halali!

WEIBER
Den Tod des Hirsches kündigt an
Des tönenden Erzes Jubellied,
Der freudigen Jäger Siegeslaut.

ALLE
Halali, Halali, Halali!

Nr. 30 - Rezitativ

HANNE
Am Rebenstocke blinket jetzt
Die helle Traub' in vollem Safte
Und ruft dem Winzer freundlich zu,
Dass er zu lesen sie nicht weile.

SIMON
Schon werden Kuf' und Fass
Zum Hügel hingebracht,
Und aus den Hütten strömet
Zum frohen Tagewerke
Das muntre Volk herbei.

HANNE
Seht, wie den Berg hinan
Von Menschen alles wimmelt!
Hört, wie der Freude Ton
Von jeder Seit' erschallet!

LUKAS
Die Arbeit fördert lachender Scherz
Vom Morgen bis zum Abend hin,
Und dann erhebt der brausende Most
Die Fröhlichkeit zum Lustgeschrei.

Nr. 31 - Chor

ALLE
Juhe! Juhe! Der Wein ist da,
Die Tonnen sind gefüllt.
Nun lasst uns fröhlich sein,
Und juhe, juhe, juh!
Aus vollem Halse schrein.

MäNNER
Lasst uns trinken!
Trinket, Brüder!
Lasst uns fröhlich sein.

WEIBER
Lasst uns singen,
Singet alle!
Lasst uns fröhlich sein.

ALLE
Juhe, juh! Es lebe der Wein!

MäNNER
Es lebe das Land, wo er uns reift!
Es lebe das Fass, das ihn verwahrt!
Es lebe der Krug, woraus er fliesst!

MäNNER
Kommt, ihr Brüder,
Füllt die Kannen,
Leert die Becher!
Lasst uns fröhlich sein!

ALLE
Heida! Lasst uns fröhlich sein,
Und juhe, juhe, juh!
Aus vollem Halse schrein!

WEIBER
Nun tönen die Pfeifen
Und wirbelt die Trommel.
Hier kreischet die Fiedel,
Da schnarret die Leier,
Und dudelt der Bock.

MäNNER
Schon hüpfen die Kleinen,
Und springen die Knaben;
Dort fliegen die Mädchen
Im Arme der Burschen
Den ländlichen Reih'n.

WEIBER
Heisa, hopsa, lasst uns hüpfen!

MäNNER
Ihr Brüder, kommt!

WEIBER
Heisa, hopsa, lasst uns springen!

MäNNER
Die Kannen füllt!

WEIBER
Heisa, hopsa, lasst uns tanzen!

MäNNER
Die Becher leert!

ALLE
Heida, lasst uns fröhlich sein!
Heida und juhe!
Aus vollem Halse schrein!

MäNNER
Jauchzet, lärmet,
Springet, tanzet,
Lachet, singet!
Nun fassen wir den letzten Krug!

ALLE
Und singen dann im vollen Chor
Dem freudenreichen Rebensaft!
Heisa, hei, juhe, juh!
Es lebe der Wein, der edle Wein,
Der Grillen und Harm verscheucht!
Sein Lob ertöne laut und hoch
In tausendfachem Jubelschall!
Heida, lasst uns fröhlich sein!
Und juhe, juhe, juh, aus vollem Halse schrein!

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Winter

NR. 32 - EINLEITUNG: Adagio, ma non troppo

Die Einleitung schildert die dicken Nebel, womit der Winter anfängt.

NR. 33 - Rezitativ

SIMON
Nun senket sich das blasse Jahr,
Und fallen Dünste kalt herab.
Die Berg' umhüllt ein grauer Dampf,
Der endlich auch die Flächen drückt
Und am Mittage selbst
Der Sonne matten Strahl verschlingt.

HANNE
Aus Lapplands Höhlen schreitet her
Der stürmisch düst're Winter jetzt.
Vor seinem Tritt erstarrt
In banger Stille die Natur.

NR. 34 - Kavatine

HANNE
Licht und Leben sind geschwächet;
Wärm' und Freude sind verschwunden.
Unmutsvollen Tagen folget
Schwarzer Nächte lange Dauer.

NR. 35 - Rezitativ

LUKAS
Gefesselt steht der breite See.
Gehemmt in seinem Laufe der Strom.
Im Sturze vom türmenden Felsen hängt
Gestockt und stumm der Wasserfall.
Im dürren Haine tönt kein Laut;
Die Felder deckt, die Täler füllt
Ein' ungeheure Flockenlast.
Der Erde Bild ist nun ein Grab,
Wo Kraft und Reiz erstorben liegt,
Wo Leichenfarbe traurig herrscht,
Und wo dem Blicke weit umher
Nur öde Wüstenei sich zeigt.

NR. 36 - Arie

LUKAS
Hier steht der Wand'rer nun,
Verwirrt und zweifelhaft,
Wohin den Schritt er lenken soll.
Vergebens suchet er den Weg;
Ihn leitet weder Pfad noch Spur.
Vergebens strenget er sich an
Und watet durch den tiefen Schnee;
Er find't sich immer mehr verirrt.
Jetzt sinket ihm der Mut,
Und Angst beklemmt sein Herz,
Da er den Tag sich neigen sieht,
Und Müdigkeit und Frost
Ihm alle Glieder lähmt.
Doch plötzlich trifft sein spähend Aug'
Der Schimmer eines nahen Lichts.
Da lebt er wieder auf;
Vor Freude pocht sein Herz.
Er geht, er eilt der Hütte zu,
Wo starr und matt er Labung hofft.

NR. 37 - Rezitativ

LUKAS
So wie er naht, schallt in sein Ohr,
Durch heulende Winde nur erst geschreckt,
Heller Stimmen lauter Klang.

HANNE
Die warme Stube zeigt ihm dann
Des Dörfchens Nachbarschaft,
Vereint im trauten Kreise,
Den Abend zu verkürzen
Mit leichter Arbeit und Gespräch.

SIMON
Am Ofen schwatzen hier
Von ihrer Jugend Zeit die Väter.
Zu Korb' und Reusen flicht
Die Weidengert' und Netze strickt
Der Söhne munt'rer Haufe dort.
Am Rocken spinnen die Mütter,
Am laufenden Rade die Töchter,
Und ihren Fleiss belebt
Ein ungekünstelt frohes Lied.

Nr. 38 - Lied mit Chor

CHOR (WEIBER UND MäDCHEN)
Knurre, schnurre, knurre!
Schnurre, Rädchen, schnurre!

HANNE
Drille, Rädchen, lang und fein,
Drille fein ein Fädelein
Mir zum Busenschleier!

WEIBER UND MäDCHEN
Knurre, schnurre, knurre!
Schnurre, Rädchen, schnurre!

HANNE
Weber, webe zart und fein,
Webe fein das Schleierlein
Mir zur Kirmesfeier.

WEIBER UND MäDCHEN
Knurre, schnurre, knurre!
Schnurre, Rädchen, schnurre!

HANNE
Aussen blank und innen rein
Muss des Mädchens Busen sein,
Wohl deckt ihn der Schleier.

WEIBER UND MäDCHEN
Knurre, schnurre, knurre!
Schnurre, Rädchen, schnurre!

HANNE
Aussen blank und innen rein,
Fleissig, fromm und sittsam sein,
Locket wack're Freier.

CHOR (ALLE)
Aussen blank und innen rein,
Fleissig, fromm und sittsam sein,
Locket wack're Freier.

Nr. 39 - Rezitativ

LUKAS
Abgesponnen ist der Flachs;
Nun steh'n die Räder still.
Da wird der Kreis verengt
Und von dem Männervolk umringt
Zu horchen auf die neue Mär',
Die Hanne jetzt erzählen wird.

Nr. 40 - Lied mit Chor

HANNE
Ein Mädchen, das auf Ehre hielt,
Liebt einst ein Edelmann;
Da er schon längst auf sie gezielt,
Traf er allein sie an.
Er stieg sogleich vom Pferd' und sprach:
Komm, küsse deinen Herrn!
Sie rief vor Angst und Schrecken: Ach!
Ach ja! ... von Herzen gern.

CHOR
Ei, ei, warum nicht nein?

HANNE
Sei ruhig, sprach er, liebes Kind,
Und schenke mir dein Herz!
Denn meine Lieb' ist treu gesinnt,
Nicht Leichtsinn oder Scherz.
Dich mach' ich glücklich: nimm dies Geld,
Den Ring, die gold'ne Uhr!
Und hab' ich sonst, was dir gefällt,
So sag's und ford're nur!

CHOR
Ei, ei, das klingt recht fein!

HANNE
Nein, sagt sie, das wär' viel gewagt,
Mein Bruder möcht' es sehn,
Und wenn er's meinem Vater sagt,
Wie wird mir's dann ergehn?
Er ackert uns hier allzu nah.
Sonst könnt' es wohl geschehn.
Schaut nur: von jenem Hügel da
Könnt Ihr ihn ackern sehn.

CHOR
Ho, ho! Was soll das sein?

HANNE
Indem der Junker geht und sieht,
Schwingt sich das lose Kind
Auf seinen Rappen und entflieht
Geschwinder als der Wind.
Lebt wohl, ruft sie, mein gnäd'ger Herr!
So räch' ich meine Schmach.
Ganz eingewurzelt stehet er
Und gafft ihr staunend nach.

CHOR
Ha, ha, das war recht fein!

Nr. 41 - Rezitativ

SIMON
Vom dürren Oste dringt
Ein scharfer Eishauch jetzt hervor.
Schneidend fährt er durch die Luft,
Verzehret jeden Dunst
Und hascht des Tieres Odem selbst.
Des grimmigen Tyranns,
Des Winters Sieg ist nun vollbracht,
Und stummer Schrecken drückt
Den ganzen Umfang der Natur.

Nr. 42 - Arie

SIMON
Erblicke hier, betörter Mensch,
Erblicke deines Lebens Bild.
Verblühet ist dein kurzer Lenz,
Erschöpfet deines Sommers Kraft.
Schon welkt dein Herbst dem Alter zu;
Schon naht der bleiche Winter sich
Und zeiget dir das offne Grab.
Wo sind sie nun, die hoh'n Entwürfe,
Die Hoffnungen von Glück,
Die Sucht nach eitlem Ruhme,
Der Sorgen schwere Last?
Wo sind sie nun, die Wonnetage,
Verschwelgt in Üppigkeit?
Und wo die frohen Nächte,
Im Taumel durchgewacht?
Verschwunden sind sie, wie ein Traum.
Nur Tugend bleibt.

Nr. 43 - Rezitzativ

SIMON
Die bleibt allein
Und leitet uns unwandelbar
Durch Zeit und Jahreswechsel,
Durch Jammer oder Freude
Bis zu dem höchsten Ziele hin.

Nr. 44 - Terzett und Doppelchor

SIMON
Dann bricht der grosse Morgen an!
Der Allmacht zweites Wort erweckt
Zu neuem Dasein uns,
Von Pein und Tod auf immer frei.

LUKAS, SIMON
Die Himmelspforten öffnen sich,
Der heil'ge Berg erscheint.
Ihn krönt des Herren Zelt,
Wo Ruh' und Friede thront.

ERSTER CHOR
Wer darf durch diese Pforte gehn?

HANNE, LUKAS, SIMON
Der Arges mied und Gutes tat.

ZWEITER CHOR
Wer darf besteigen diesen Berg?

HANNE, LUKAS, SIMON
Von dessen Lippen Wahrheit floss.

ERSTER CHOR
Wer wird in diesem Zelte wohnen?

HANNE, LUKAS, SIMON
Der Armen und Bedrängten half.

ZWEITER CHOR
Wer wird den Frieden dort geniessen?

HANNE, LUKAS, SIMON
Der Schutz und Recht der Unschuld gab.

ERSTER CHOR
O seht, der grosse Morgen naht.

ZWEITER CHOR
O seht, er leuchtet schon.

BEIDE CHÖRE
Die Himmelspforten öffnen sich;
Der heil'ge Berg erscheint.

ERSTER CHOR
Vorüber sind,

ZWEITER CHOR
Verbrauset sind,

ERSTER CHOR
Die leidenvollen Tage,

ZWEITER CHOR
Des Lebens Winterstürme.

BEIDE CHÖRE
Ein ew'ger Frühling herrscht,
Und grenzenlose Seligkeit
Wird der Gerechten Lohn.

HANNE, LUKAS
Auch uns wird einst ein solcher Lohn!

SIMON
Lasst uns wirken, lasst uns streben!

ERSTER CHOR
Lasst uns kämpfen,

ZWEITER CHOR
Lasst uns harren,

BEIDE CHÖRE
Zu erringen diesen Preis.
Uns leite deine Hand, o Gott!
Verleih' uns Stärk' und Mut;
Dann singen wir, dann gehn wir ein
In deines Reiches Herrlichkeit.
Amen.

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